Mit breitem Kader und weisser Weste nach Salzgitter

Der 1. VC Goslar will seine Erfolgsserie in der Volleyball-Bezirksliga Braunschweig Nord/Süd fortsetzen. Am Samstag, 14. November 2026, gastiert der ungeschlagene Tabellenführer beim MTV Salzgitter III. Spielertrainer Mathias Krosta stehen dabei weitgehende personelle Möglichkeiten offen.

Vier Spiele, vier Siege und noch kein Satzverlust: Die Goslarer haben einen makellosen Saisonstart hingelegt. Nach den Auswärtserfolgen gegen Stederdorf und Königslutter überzeugte der VCG zuletzt auch vor heimischem Publikum mit zwei 3:0-Siegen gegen Seesen und die Vallstedt Vechelde Vikings III. Diesen Schwung wollen die Kaiserstädter nun mit nach Salzgitter nehmen und ihre Tabellenführung mit weiteren Punkten untermauern.

Personell sind die Voraussetzungen gut. Nachdem Goslar bei den ersten beiden Auswärtsauftritten noch mit kleiner Besetzung antreten musste, kann Krosta diesmal auf einen breiteren Kader zurückgreifen. Ein Fragezeichen steht allerdings hinter dem Einsatz von Leistungsträger Addi Aderrahim, dessen Verfügbarkeit aus beruflichen Gründen vermutlich nicht möglich sein. Aderrahim hatte sich beim jüngsten Heimspieltag insbesondere gegen Vechelde mit einem druckvollen und nahezu fehlerfreien Auftritt ausgezeichnet. Sollte er fehlen, dürfte auf der Diagonalposition Martin Baensch zum Einsatz kommen. Ferner wird zweiter Zuspieler Frederic Töpfer nach Bänderverletzung im Training bis zum Jahresende ausfallen.

Die dennoch breite Besetzung beschert Krosta zugleich die Qual der Wahl: Sowohl auf den Mittel- als auch auf den Außenpositionen konnten sich zuletzt alle Spieler empfehlen. Alexander Riegler überzeugte bei seinem Comeback über die Mitte mit starker Blockarbeit und cleveren Angriffen, Heiner Köhler ist auf dieser Position stets eine verlässliche Größe und Neuzugang Philipp Fahrenholz hat nicht nur Glanzmomente, sondern überzeugt bereits dauerhaft. Auch Außenangreifer Jan Hargarten fügte sich bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Goslarer Herren nahtlos ein, doch hat er mit Stammspieler Bohdan Dudnyk, Kapitän Sebastian Dorn und den sich kontinuierlich steigernden Paul Berlet auf dieser Position eine strake Konkurrenz. Die mannschaftliche Geschlossenheit und die zahlreichen Alternativen geben dem Spielertrainer damit Spielraum bei der Aufstellung.

Trotz der bisherigen Erfolgsbilanz bleibt Konzentration gefragt. In Königslutter und zuletzt im ersten Satz gegen Vechelde gerieten die Goslarer durch nachlassende Konsequenz beziehungsweise einen zu lockeren Beginn unter Druck. Beide Male bewies das Team Moral und drehte die Durchgänge noch zu seinen Gunsten. In Salzgitter soll deshalb möglichst von Beginn an eine stabile Annahme, verbunden mit druckvollen Aufschlägen und variablem Angriffsspiel, die Grundlage bilden.

Die Zielsetzung ist klar: Mit dem gewachsenen Selbstvertrauen und dem guten Teamgeist will der 1. VC Goslar auch die nächste Auswärtsaufgabe erfolgreich lösen – ohne sich auf der bisherigen weißen Weste auszuruhen.