Die Goslarer glänzen zwar nicht gegen MTV Gamsen, aber der Heimsieg ist ungefährdet
1. VC Goslar : MTV Gamsen 3:0 (25:19|25:13|25:16)
Der 1. VC Goslar holt im Heimspieltag gegen MTV Gamsen einen 3:0-Sieg (25:19, 25:13, 25:16) und festigt damit das obere Mittelfeld der Tabelle. Das Spiel selbst war nicht von Glanz geprägt, doch am Ende blieb der Sieg deutlich. Bis zur Mitte des zweiten und dritten Satzes gestaltete sich die Partie ausgeglichen, danach setzte Goslar klare Akzente.
Trainer Mathias Krosta konnte aus beruflichen Gründen nicht vor Ort sein; Interimstrainer Martin Baensch sprang ein und führte die Mannschaft durch die Partie. Zuspieler Frederic Töpfer zeigte trotz Trainingsrückstands eine gute Leistung und konnte durchspielen. Auch Außenangreifer Paul Berlet, der erstmals in dieser Saison durchspielte, lieferte eine engagierte Vorstellung ab.
Ein Rückschlag wog schwer, als im ersten Satz (11:4) der Goslarer Mittelblocker Loris Berndt nach einem Zusammenprall ausfiel; zuvor hatte sich bereits am Vortag auch Mittelblocker Alexander Riegler verletzungsbedingt abgemeldet. Universalspieler Martin Baensch füllte daher an diesem Spieltag diese Lücke und ergänzte damit den stets zuverlässigen Heiner Köhler in der Mitte. Die Mannschaft musste sich nach der Verletzungspause erstmal wieder sammeln, Gamsen nutzte dieses, um auf 16:18 zu verkürzen, das Goslarer Team fing sich aber wieder und gewann den ersten Satz am Ende ungefährdet mit einem 6-Punkte-Abstand.
Der zweite Satz begann ausgeglichen, Goslar musste bis zum 11:10 kämpfen, fand dann aber wieder zu eigenem Spielaufbau und setzte sich sicher ab. Das gleiche Bild zeigte sich im dritten Satz: bis zur Satzmitte blieb es eng, danach war Goslar die tonangebende Mannschaft und schloss den Spieltag mit einem deutlichen Satz- und Matchgewinn ab.
Geschlossen zum Erfolg: Goslar bezwingt Tabellenführer Braunschweig im knappen Tiebreak
1. VC Goslar : USC Braunschweig V 3:0 (25:22|25:20|17:25|13:25|15:13)
Hochmotiviert und von Anfang an aggressiv starteten die Goslarer in das Topspiel gegen den Tabellenführer Braunschweig. Die Mannschaft wusste: Heute ist eine Topleistung gefragt, um bestehen zu können.
Satz 1 war ausgeglichen, Braunschweig führte bis zum 16:19. Danach nutzten die Goslarer geduldig Fehler der Gäste konsequent aus, gingen gemeinsam in Führung und krönten den spannenden Endspurt mit Satzgewinn.
Goslar präsentierte sich heute in der Annahme um Libero Frank Zscheile hervorragend und bekam über Abderahim Addi im Angriff zahlreiche Optionen. Max Faulbaum und Oskar Reichmann zeigten eine bemerkenswerte Leistungssteigerung, während Heiner Köhler, Martin Baensch und Kapitän Sebastian Dorn erneut Ruhe und Sicherheit ins Spiel brachten.
Braunschweig zeigte sich kämpferisch und ging im zweiten Satz früh mit 8:2 in Führung. Nach einer Goslar-Auszeit sammelte sich das Team, holte den Rückstand sukzessiv auf und ging erstmals mit 16:15 in Führung, die bis zum Satzende nicht mehr abgegeben wurde. Eine energische Gegenwehr der Hausherren war deutlich zu spüren.
In Satz 3 und 4 wirkten die Braunschweiger nahezu fehlerfrei, Goslar zeigte sich konditionell angeschlagen nach zwei kräftezehrenden Sätzen und einem intensiven Endspurt sowie einem bereits absolvierten Spiel. Der vierte Durchgang war deutlich, Braunschweig dominierte die Block- und Abwehrsituation; Goslar konnte die Angriffsbemühungen nicht mehr in gewohntes Tempo überführen.
Der Tiebreak bot erneut Spannung. War heute noch etwas drin? Ja – Goslar zeigte sich unbeeindruckt von der Belastung und setzte sich gegen Ende des Entscheidungssatzes erneut ab. Braunschweig leistete sich mehr Fehler als zuvor, Goslar nutzte die Gelegenheiten und gewann den Satz klar.
Fazit: „Der Sieg gehört der gesamten Mannschaft. Die Bank pushte unaufhörlich, das Team trat geschlossen auf und jeder trug mit herausragender Leistung bei. Es bedarf keine Individualisten, um erfolgreich zu sein, sondern Geschlossenheit, Selbstvertrauen und eine klare Teamstruktur.“