Fuer Goslar geht es nach der Winterpause direkt zum Spitzenspiel nach Ilsede

Verfolger 1. VC Goslar (3) trifft im Top-Battle der Liga auf den Tabellenzweiten VG Ilsede. Im Hinspiel musste sich Goslar knapp im Tie-Break geschlagen geben (23:25, 25:20, 23:25, 27:25, 12:15) – eine Begegnung, die zeigt, wie eng die Kräfteverhältnisse zwischen beiden Teams sind. Für Goslar geht es darum, im Rückspiel die Weichen im direkten Duell um Platz 2 zu stellen und wichtige Punkte zu sichern.

Doch die Goslarer stehen auch mit Personalengpässen da. Zuspieler und Trainer Mathias Krosta fehlt aus beruflichen Gründen. Das Coaching wird Vorgänger Martin Baensch übernehmen, auf der Zuspielerposition stehen mit Adderrahim Addi sowie Frederic Töpfer auch wieder zwei Zuspieler zur Verfügung.  

Schwerer wiegt daher die Frage, ob der junge Mittelangreifer Loris Berndt, der sich zum Leistungsträger entwickelt, verletzungsbedingt bis dahin überhaupt zum Einsatz kommen kann. Ausfallen werden aus privaten Gründen Außenangreifer Oskar Reichmann, der eine kontinuierlich steigenden Leistungskurve zeigt sowie Außenangreifer Paul Berlet. Auch Mannschaftsführer Sebastian Dorn wird im Hauptangriff bis zum Saisonende vermutlich aufgrund einer akuter Knieverletzung nicht voll einsatzfähig sein. Insgesamt bedeutet dieses schwere Einbußen über die Außenbahnen in einem schweren Auswärtsspiel.

Das Hinspiel war geprägt von einem langen Spieltag und abwechselnder Kraftlage. Die Goslarer müssen mental und physisch frische Kräfte finden, um diesmal auch die letzten Reserven abrufen zu können. Die Mannschaft muss kompakt auftreten, besonders in der Annahme und in der Angriffsverteilung.

Große Bedeutung wird somit der Stabilität der Goslarer Liberos (Christian Kaufmann und Frank Zscheile) zukommen, die nicht nur selbst hochkonzentriert sein müssen, sondern auch in der Lage sein müssen, die Annahme/ Abwehr erfolgreich zu koordinieren. Ferner wird wieder mehr Variabilität im Angriff gefragt sein, um die Abwehrreihen der Ilseder zu überraschen. Mit Blick auf das direkte Duell um Platz 2 will Goslar so auswärts konsequent punkten, sich längere Ballwechsel erarbeiten und jedes Mal auf hohem mentalem Niveau agieren.

Das erste Spiel nach der Winterpause verspricht daher erneut ein enges Duell zu werden, in dem Goslar mit einer kompakten Teamleistung und klugen Lösungen in Abwesenheit von Schlüsselspielern antreten muss. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch gegen starke Gegner bestehen kann; nun gilt es, die Lehren aus dem Hinspiel zu ziehen und einen erfolgreichen Auswärtsauftritt zu liefern.